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Geldanlage: Was du 2022 für den Vermögensaufbau wissen musst

Die Geldanlage ist vielschichtiges Thema – wir bringen Licht ins Dunkel. Erfahre mehr, wie du dein Geld 2022 anlegen kannst und was du dabei beachten musst.
Das Wichtigste in Kürze
  • „Investieren“ statt „sparen“:

    Weil wir nach wie vor mit historisch niedrigen Zinsen zu tun haben, bringen die üblichen Spareinlagen bei der Bank nach wie vor keine nennenswerte Rendite. Wer Vermögen aufbauen möchte, muss investieren, statt nur zu sparen.

  • Risiken:

    Investitionen an der Börse sind im Risiken verbunden. Es ist nicht vorhersehbar, wie sich Kurse entwickeln. Ferner sind historische Kursverläufe kein Indiz dafür, wie sich die Kurse in Zukunft entwickeln. Eine langfristige Anlagestrategie und breite Diversifikation können das Risiko senken.

  • Buy & Hold Strategie:

    Viele Anlegerinnen und Anleger verfolgen eine langfristig-passive Anlagestrategie mit breit diversifizierten ETFs (börsengehandelte Indexfonds). Sie partizipieren über 10, 15, 20 Jahre an der Wertentwicklung einmal gekaufter Anteile statt Wertpapiere permanent zu handeln. Hierbei ist auch von Buy-and-Hold die Rede.

  • Sichere Reserve:

    Anlegerinnen und Anleger sollten für eventuelle finanzielle Engpässe grundsätzlich eine Reserve von zwei bis drei Nettomonatsgehältern auf einem sicheren Sparkonto zurücklegen. Dafür kann sich zum Beispiel Tagesgeld eignen.

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Du möchtest Vermögen aufbauen und investieren, weißt aber noch nicht, worauf du achten solltest? Auf dieser Seite findest du viele Einstiegsinformationen und weiterführende Inhalte: Wie du dein Geld ganz allgemein investieren und vermehren kannst, wie du mit ETFs gezielt fürs Alter vorsorgen kannst oder wie du bestimmte Geldsummen ab 1.000 EUR anlegen könntest. Suchst du außerdem eine konkrete Investitionsmöglichkeit mit ETFs? Dann könnten sich die ETF-Portfolios von Raisin Invest eignen. 

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Investieren: Mit wie viel Geld soll ich starten?

Es sind noch keine Ersparnisse vorhanden

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Du startest also bei null? Und du fragst dich, wie viel Geld du jeden Monat investieren solltest, um hinten raus möglichst viel Rendite zu erwirtschaften? Dazu sei erst einmal nur gesagt: Es kommt drauf an. 

Bevor du irgendwas investierst, ist es sinnvoll, eine Anlagestrategie zu erarbeiten. Dabei machst du dir Gedanken über deine Ziele, den Anlagehorizont und deine Risikoneigung bei der Geldanlage. Außerdem gehört dazu, die aktuelle finanzielle Situation zu durchleuchten und herauszufinden, wie viel Geld du tatsächlich anlegen kannst, ohne deinen Lebensstandard zu stark einzuschränken.

Frugalismus

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Menschen vergleichen gern – doch Vergleiche können auch verunsichern. So beispielsweise, wenn man sich mit Frugalisten vergleicht. Diese investieren nämlich einen enormen Teil ihres monatlichen Einkommens komplett an der Börse. Bei manchen sind es um die 70-80 % des Gehalts

Um das machen zu können, leben Frugalisten bewusst bescheiden und sparsam. Sie verfolgen damit das Ziel und den Traum vieler Menschen, möglichst schnell ein möglichst großes Vermögen aufzubauen. Das Vermögen soll dazu dienen, möglichst früh in Rente gehen und von allein von diesem Geld leben zu können. 

Allerdings können nicht alle Menschen einfach so den frugalistischen Ansatz für sich nutzen. Es ist nicht bloß eine „Anlagestrategie“, sondern eine Lebenseinstellung, bei der man nahezu komplett auf Konsum verzichtet. Das dürfte vielen schwerfallen, weil wir es schlicht gewohnt sind, zu konsumieren. Und wenn wir nicht ganz auf diesen Konsum verzichten wollen oder können, bräuchte es ein sehr hohes Einkommen, um immer noch frugalistisch investieren zu können. Dieses Einkommen haben die meisten von uns nicht. 

Der Frugalismus ist somit eine Art und Weise des Investierens, für die man sich bewusst entscheiden muss.

Notreserve von zwei bis drei Nettogehältern einplanen

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Neben allen Zukunftsperspektiven ist es auch wichtig, ans „Jetzt“ zu denken und das Einkommen beziehungsweise die Liquidität abzusichern. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mindestens zwei bis drei Nettomonatsgehälter auf einem jederzeit zugänglichen, aber auch möglichst gut verzinsten Sparkonto zu deponieren. 

Bei einem Tagesgeldkonto erhält man durch das Zinstief zwar kaum Zinsen und muss die Inflation im Blick behalten. Doch sollte es zu einem finanziellen Engpass kommen, ist das Geld auf dem Tagesgeldkonto jederzeit verfügbar und komplett auszahlbar. 

Natürlich würde man z.B. beim Festgeld tendenziell höhere Zinsen erwirtschaften, aber man kommt während der vorab vereinbarten Laufzeit nicht an das Geld. Deshalb würde sich Festgeld für die eiserne Reserve eher weniger eignen. Flexgeld kann wiederum eine Lösung sein; also die Mischung aus Festgeld und Tagesgeld.

Möglichkeiten der Geldanlage: ETFs & Indexfonds

Wenn du dich mit der Geldanlage auseinandersetzt, stößt du mit der Zeit auf immer mehr verschiedene Anlagemöglichkeiten. Grundsätzlich kann man zwischen Geldanlagen an der Börse und Geldanlagen bei der Bank unterscheiden:

Was sind ETFs?

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Wir haben sie vorhin bereits erwähnt – die börsengehandelten Indexfonds, auf Englisch „Exchange Traded Funds“, kurz „ETFs“. Es sind passive Investmentfonds, die nicht so wie sonst von einem Fondsmanagement verwaltet und immer wieder neu zusammengestellt werden, sondern automatisiert einen Index nachbilden. 

Ein Index kann etwa der DAX, also der deutsche Leitindex, oder ein globaler Aktienindex wie der MSCI World sein. Es gibt hunderte Indizes weltweit, die mal mehr und mal weniger Aktien oder andere Wertpapiere enthalten. Das Ziel eines ETFs ist, den Index nachzubilden (also mit den darin enthaltenen Wertpapieren zu handeln) und eine möglichst identische Wertentwicklung wie der Index zu erzielen. 

Dabei sind ETFs aufgrund des fehlenden aktiven Fondsmanagements kosteneffizienter als eben die aktiven Investmentfonds. Während aktive Fonds Gesamtkosten von durchschnittlich 1,74 % im Jahr aufweisen, liegen die Kosten von ETFs meistens bei weit unter einem Prozent im Jahr. Bei einer langfristigen Geldanlage und guten Wertentwicklung kann der zunächst unscheinbar wirkende Kostenunterschied mit Blick auf den Endstand des Vermögens merklich auffallen.

Welche ETFs gibt’s eigentlich?

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Es gibt tausende ETFs weltweit. Viele davon bilden allgemeine Indizes nach, die schlicht die wirtschaftsstärksten Unternehmen bestimmter Länder, Branchen oder einfach global enthalten. Es gibt aber auch Indizes, die in bestimmten Nischen angelegt sind.​​​​​​​

Kann ich mit ETFs auch Altersvorsorge machen?

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Bis zur Rente verbleibt sehr wahrscheinlich auch bei dir noch ein langer Zeitraum. Investitionen in ETFs können in Verbindung mit einer langfristigen Anlagestrategie also durchaus geeignet sein, um für das Alter vorzusorgen. 

Es gibt aber auch spezielle Altersvorsorgeverträge in Kombination mit ETFs. Ein Beispiel ist der ETF Rürup von Raisin Pension. Hier können Anlegerinnen und Anleger an der Wertentwicklung der Märkte teilhaben und ihre Investitionen gleichzeitig bis zu 25.639 EUR im Jahr steuerlich geltend machen.

Was muss ich bei ETFs und bei der Geldanlage allgemein steuerlich beachten?

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Das Ziel von Kapitalanlagen besteht darin, Kapitalerträge zu erwirtschaften. Diese Kapitalerträge muss man in Deutschland versteuern. Die entsprechende Steuer nennt sich Abgeltungssteuer und wird von inländischen Banken oder Depot-Anbietern automatisch an das zuständige Finanzamt abgeführt

Der Steuersatz liegt inklusive Solidaritätszuschlag bei 26,375 %. Wer in der Kirche ist, bezahlt je nach Bundesland bis zu 27,99 % Steuern auf die erzielten Erträge. 

Alle Anlegerinnen und Anleger haben grundsätzlich die Möglichkeit, den sogenannten Sparerpauschbetrag zu beanspruchen und den kompletten jährlichen Gewinn oder mindestens einen Teil davon von der Steuer zu befreien.

Ob du nun tatsächlich in ETFs oder doch in aktive Fonds, Aktien oder risikoreichere Derivate investierst, spielt steuerlich keine Rolle. Die Abgeltungssteuer fällt auf jegliche Dividenden, Kursgewinne und Zinsen an. Somit ist die Steuer auch ein Thema, wenn du einfach bei der Bank sparst und dort Zinsgewinne generierst.

Welche Geldanlagen gibt es neben ETFs und aktiven Fonds noch?

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Bei der Börse denken die meisten Menschen zuerst an Aktien. Mit diesen handeln auch die meisten ETFs und aktiven Fonds (daher werden sie oft auch „Aktienfonds“ genannt). Genauso kann man an der Börse aber z.B. auch in tendenziell risikoärmere Anleihen investieren (man findet auch Anleihen-ETFs oder Rentenfonds). Außerdem kann man Derivate wie beispielsweise Optionsscheine ins Portfolio aufnehmen. 

Solche Geldanlagen wie Derivate sind aber nur den erfahrenen und besonders risikofreudigen Anlegerinnen und Anlegern vorbehalten. Bereits direkte Investitionen in einzelne Aktien sollten nur Anlegende vornehmen, die sich schon besser auskennen und die Bilanzwerte von Unternehmen einordnen können. Letztere stellen ein wichtiges Indiz dar, wie sich die Aktie in Zukunft entwickeln könnte, wobei die Kursentwicklung damit aber noch immer nicht in Stein gemeißelt ist.  

Andere Anlagemöglichkeiten abseits der Börse kann auch Crowdinvesting darstellen. Dieses ist oft im Sektor der Immobilien aufzufinden. Anlegerinnen und Anleger müssen aber beachten, dass ihre Investitionen meist als nachrangiges Darlehen strukturiert ist. Im Insolvenzfall kann es sein, dass man das investierte Geld gar nicht oder zuletzt zurückerhält, weil Anlegende in nachrangige Darlehen als letzte aus der Insolvenzmasse bedient werden und dann eventuell keine Masse mehr da sein kann.

Was ist die beste Geldanlage zurzeit?

Die beste Geldanlage gibt es nicht. Welche Anlageformen für dich geeignet sind, ergibt sich aus deinen Zielen, deinem Bedarf, deinem Anlagehorizont, deinen finanziellen Rücklagen und deiner Risikoneigung. Es kann sich auszahlen, die Kosten der Geldanlage mit ETFs niedrig zu halten und vorab eine Anlagestrategie festzulegen.

Was ist die sicherste Geldanlage?

Bankeinlagen wie Tagesgeld, Festgeld, Kündigungsgeld oder Flexgeld zählen ebenso wie das Sparbuch sind durch die Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Kunde pro Bank gedeckt. Jedoch lässt sich mit ihnen gar kein oder nur ein geringer Gewinn erwirtschaften.

Geldanlage – Fazit

Die Geldanlage ist etwas, was viele Menschen bewegt – doch die meisten wissen nicht, wie sie das Thema am besten angehen. Und so trivial es sich anhört, kann es helfen, anfangs eine Anlagestrategie mit Zielen, Anlagehorizont und weiteren Aspekten zu definieren. Wer sich dann auf Basis der Strategie mit einzelnen Anlageformen auseinandersetzt, kann umso leichter erkennen, welche Geldanlagen geeignet sein könnten und welche nicht. Wer sich beim langfristigen Anlegen und Vermögensaufbau besonders leicht machen und die Kosten reduzieren möchte, kann sich die bereits global diversifizierten ETF-Portfolios von Raisin Invest ansehen.