Das Jahr neigt sich dem Ende und 2018 steht schneller vor der Tür als gedacht! Trotzdem ist es noch nicht zu spät noch einmal richtig Geld zu sparen. Mit unseren sieben einfachen Steuertipps bekommst Du im Handumdrehen Deine Euros vom Finanzamt zurück. Wir helfen Dir, Deine Steuererklärung zu durchschauen, damit Du ganz genau weißt, wo Du noch sparen kannst. Unsere Steuertipps 2017 eignen sich sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige, denn Ausgaben steuerlich abzusetzen kann sich für alle lohnen!

  1. Kosten vorverlegen

Die individuellen Einkünfte sind nicht in jedem Jahr gleich, in manchen Fällen kannst Du bereits jetzt absehen, dass Du 2018 mit niedrigeren Einkünften zu rechnen hast (z.B. bei Jobwechsel, längeren Reisen, Elternzeit oder Ausbildungszeiten). In solchen Fällen ist es sinnvoll, große Ausgaben noch im laufenden Jahr 2017 zu tätigen, denn die steuerlichen Vergünstigungen können bei höheren Einkommen größer sein. Wenn Du 2018 kaum noch Einkommenssteuer zahlst, kannst Du etwaige anstehende Kosten im schlimmsten Fall gar nicht mehr steuermindernd nutzen. Vorziehen lassen sich 2017 noch folgende Kosten:

  • Werbungskosten (Fachliteratur, Technik)
  • Reparaturkosten im eigenen Haus
  • Krankheitskosten (Zahnersatz, Brille, Hörgerät) und Krankenversicherungsbeiträge
  1. Belege für Werbungskosten sammeln

Als Werbungskosten werden alle Kosten definiert, die es Dir ermöglichen, überhaupt arbeiten zu gehen. Es lohnt sich also, alle Belege aufzubewahren und zu sortieren, um sie für die Steuererklärung gleich parat zu haben. Denn es gelten viel mehr Ausgaben als Werbungskosten als Du auf den ersten Blick denken magst. Wichtig ist zu beachten, dass das Finanzamt bereits jährlich 1000,00€ pauschal berücksichtigt. Wenn der Betrag darüber hinaus geht, braucht es für alle Kosten Nachweise.

Zu den Werbungskosten zählen:

  • Kosten für Arbeitsmittel/ Arbeitszimmer
  • Fahrtkosten (Bahncard, Monats-/ Jahreskarten, Benzinkosten)
  • Kosten der Doppelten Haushaltsführung
  • Fort- und Weiterbildungskosten

Besonderheit: Auch Kosten für die Berufsausbildung können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Wichtig ist zu beachten, dass das Finanzamt zwischen Erst- und Zweitausbildung unterscheidet, bei Studierenden also zwischen dem Bachelor und dem Master. So können die Kosten des Bachelors nur begrenzt als Sonderausgaben, die des Masters aber unbegrenzt als Werbungskosten geltend gemacht werden. Als Sonderausgaben werden verschiedene Posten in der Steuererklärung zusammengefasst, dazu zählen zum Beispiel auch die private Altersvorsorge und Versicherungen. Wenn Du in den Jahren des Masterstudiums noch kein steuerpflichtiges Einkommen hattest, kannst Du Deine Ausgaben (Studiengebühren, Semesterbeitrag, Fahrtkosten, Arbeitsmittel etc.) durch einen sogenannten „Verlustvortrag“ geltend machen. Durch die Angaben in der Steuererklärung stellt das Finanzamt den jeweiligen Verlust fest und stellt ihn solange zurück bis die erste Einkommenssteuer im Beruf gezahlt wurde. So kannst Du Dir die Kosten für das Zweitstudium leicht zurückholen und effektiv sparen.

  1. Heiraten und Steuerklassen prüfen

Wenn Du schon lange mit dem Gedanken spielst zu heiraten, dann solltest Du Dir überlegen noch spontan bis zum Jahresende vor den Altar zu treten. Mit einer vorgezogenen Heirat können Eheleute bereits in der Steuererklärung 2017 die gemeinsame Veranlagung beantragen und von den Steuervergünstigungen profitieren. Wenn Du erst 2018 heiratest, musst Du damit bis zum nächsten Jahr warten.

Aber auch wenn Du bereits den Bund der Ehe geschlossen hast, kannst Du mit einem Blick auf unsere Steuertipps 2017 noch etwas sparen. So lohnt es sich zum Jahreswechsel abzuklären, ob die gewählte Steuerklasse noch günstig ist. Manchmal ist, beispielsweise durch Familienzuwachs, eine andere Steuerklasse lohnenswerter. Besonders relevant sind die einzelnen Steuerklassen, wenn das Einkommen der Eheleute sehr unterschiedlich hoch ist. Eheleute können zwischen zwei Modellen der Steuerklassen wählen. Für Partner, die ähnlich viel verdienen, eignet sich oft für beide die Wahl der Steuerklasse 4. Wenn die Höhe der beiden Einkommen sehr verschieden ist, kann es sich lohnen, die Kombination aus zwei Steuerklassen zu wählen, nämlich 3 und 5. Dieses Verfahren nennt man Ehegattensplitting.

  1. Spenden absetzen

Wenn Du etwas Gutes für andere tust, zum Beispiel Geld, Sachleistungen oder Zeit in einem Ehrenamt spendest, kannst Du das als Sonderausgaben von der Steuer absetzen und somit die Steuerschuld weiter mindern und Geld sparen. Ein wichtiger Steuertipp 2017 ist die Neuregelung für Spenden, die nach dem 01. Januar 2017 getätigt wurden und unter 200,00€ liegen.  Ab der Steuererklärung 2017 müssen dem Finanzamt nicht mehr per se alle Spendenbelege eingereicht, sondern nur noch auf Anfrage nachgereicht werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du die einfachen Belege bis 200,00€ noch mindestens ein Jahr aufheben. Das erleichtert Dir die Steuererklärung ungemein. Trotzdem ist es hilfreich, wenn Du noch in diesem Jahr alle Quittungen und Belege ordnest, um den Überblick über die Höhe Deiner Spenden zu bekommen.

  1. Kindergeld rückwirkend beantragen

Wenn Du Kinder hast, kannst Du noch mehr Kosten absetzen. Ab 2018 ändert sich ein Steuergesetz, dabei kommen einige Änderungen auf Eltern zu, die es erst recht nötig machen, sich noch im laufenden Jahr mit der Steuererklärung auseinanderzusetzen! Laut dem Bundeszentralamt für Steuern wird das Kindergeld ab 2018 nur noch rückwirkend für sechs Monate ausgezahlt – bisher galt eine Grenze von maximal vier Jahren. Deswegen müssen etwaige Anträge unbedingt noch bis zum 31. Dezember 2017 eingehen, denn dann kannst Du Dir noch den alten Zeitraum sichern – also Kindergeld rückwirkend bis 2013 beantragen.  Diese Änderung kann zum Beispiel Eltern betreffen, deren Kinder noch nicht das 25. Lebensjahr erreicht haben, die kürzlich ein Erststudium aufgenommen, und die seitdem noch nicht wieder ihren Kindergeldanspruch geltend gemacht haben.
Weiterhin profitierst Du, wenn Deine Kinder noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht haben und Du eine Betreuung für Deine Sprösslinge in Anspruch nimmst. Typische Kosten, die Du in der Steuererklärung angeben kannst, sind zum Beispiel:

  • Gebühren für Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Kindergärten und den Hort
  • Tagesmütter, Babysitter, Hausaufgabenbetreuung oder Internatsgebühren
  • Sachleistungen für die betreuenden Personen
  1. Zulagen für die Riester-Rente sichern

Auch für die private Altersvorsorge kannst Du zum Jahreswechsel noch einiges tun. Bei der Riester-Rente lohnt es sich, noch einmal die jährliche Einzahlung zu checken – hast Du genug eingezahlt, um die staatlichen Zulagen zu erhalten und den Steuervorteil voll auszuschöpfen? Denn das macht die Riester-Rente erst besonders lohnenswert! Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetzes steigt die Zulage im nächsten Jahr auf 175€. Damit Sparer diese bekommen, müssen sie 4% ihres Vorjahresbruttos in einen Riester-Vertrag einzahlen, gedeckelt ist der Betrag allerdings bei 2.100€. Wenn Du also dieses Jahr mehr oder weniger als in den vergangenen Jahren verdient hast, lohnt sich ein Blick auf Deinen Riester-Vertrag und die Änderung Deiner Sparrate. Übrigens kannst Du bis zum 31. Dezember 2017 fehlende Beträge auch einfach mit einer Einmalzahlung ausgleichen!

Gleich doppelt profitiert Du von den Zulagen, wenn Du Nachwuchs hast. Der Staat fördert Kinder mit einer jährlichen Zulage von bis zu 300,00€ pro Kind – auch hier lohnt es sich nochmal ganz genau hinzuschauen.

Extra Steuertipp: Neben den staatlichen Zulagen kannst Du mit Deiner Riester-Rente, z.B. dem fairriester, auch noch von Steuervorteilen profitieren und Geld sparen. Die Beiträge und Zulagen der Riester-Rente können bis zu 2.100€ als Sonderausgaben in der Anlage AV steuerlich geltend gemacht werden. Dadurch wird Dein zu versteuerndes Einkommen noch mehr gemindert und die Steuerschuld gesenkt. Allerdings kommt es zu einer Steuererstattung erst dann, wenn die Steuerersparnis größer als die gewährten Zulagen ist. Das Verfahren nennt sich Günstigerprüfung und wird vom Finanzamt  ohne Dein zu Tun geprüft.

  1. Mit der Rürup Rente bis zu 16.000€ Steuern sparen

Auch wenn Du selbständig bist oder als Vielverdiener eine Rürup-Rente abgeschlossen hast, kannst Du von hohen Steuerersparnissen profitieren! Sparer können so in der Steuererklärung für das Jahr 2017 bis zu 23.362 € als Vorsorgeaufwand geltend machen. Von dem maximalen Vorsorgeaufwand kannst Du in der Steuererklärung 2017 84% absetzen, also maximal 19.624 €. Machst Du einen unser Spartipps 2017 wahr und heiratest noch bis zum Jahreswechsel, dann ergibt sich für Dich ein weiterer Steuervorteil: der Höchstbetrag für Verheiratete steigt dann nämlich auf einen gemeinsamen Vorsorgeaufwand von 46.724€. Hast Du Deinen Vorsorgeaufwand in der Steuerklärung geltend gemacht, werden Dir abhängig von Deinem individuell zu versteuernden Einkommen vom Finanzamt in der Regel 30 – 40 Prozent der Beiträge für die Rürup-Rente zurückerstattet. Eine Rürup-Rente, die Dir nicht nur steuerliche Vorteile, sondern echte Rendite bringt, ist der fairrürup, ein Rürup-Fondssparplan mit ETFs!

Die Steuererklärung 2017

Wir hoffen, dass Dir unsere Steuertipps 2017 weiterhelfen konnten, schließlich gibt es viele Möglichkeiten, bis zum Jahresende noch Geld zu sparen. Dieser Artikel stellt allerdings keine Steuerberatung dar, sondern dient Dir zu allgemeinen Informationszwecken. Wende Dich bei Steuerfragen mit Deiner individuellen Situation an einen Steuerberater Deines Vertrauens.


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