Wie hoch ist Dein Einkommen im Rentenalter? Diese Frage wird in den nächsten Jahren immer relevanter werden. Hatten die Rentner vor zwei Jahrzehnten noch knapp 70% ihres Netto-Einkommens als gesetzliche Rente zur Verfügung, so ist es heutzutage nur noch knapp die Hälfte – Tendenz fallend! Deswegen wirst Du immer öfter das Wort Rentenlücke hören. Was genau das bedeutet und wieviel Geld Du für das Alter wirklich zurücklegen solltest, erfährst Du in diesem Beitrag.


In Kürze:

Frau in Shorts sitzt in einer Lücke zwischen zwei Mauern aus Stein

  • Der Begriff Rentenlücke bezeichnet die Differenz bzw. den Prozentanteil, der zwischen den Einnahmen im Rentenalter und dem letzten monatlichen Nettoeinkommen liegt.
  • 80% des letzten Nettoeinkommens aus dem Berufsleben reichen aus, um den Lebensstandard im Alter zu wahren.
  • Mit den richtigen Produkten aus der privaten und beruflichen Altersvorsorge lässt sich die Rentenlücke schließen.

Definition: Was ist die Rentenlücke?

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Für den Begriff Rentenlücke existieren viele Definitionen, hier erklären wir was der Begriff Rentenlücke in Bezug auf Dein Einkommen im Alter bedeutet. Der Begriff Rentenlücke (oft auch Versorgungslücke genannt) bezeichnet die Differenz bzw. den Prozentanteil, der zwischen den Einnahmen im Rentenalter und dem letzten monatlichen Nettoeinkommen im Berufsleben liegt. Also im Klartext den Betrag, der Dir monatlich im Alter fehlt, im Vergleich zu Deinem vorherigen Einkommen. Früher wurden zum Netto-Einkommen im Rentenalter nur die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung gezählt, heutzutage werden auch noch Einkünfte aus privater Altersvorsorge, Betriebsrente sowie monatliche Kapitalauszahlungen, die für die Altersvorsorge genutzt werden, mit eingerechnet. Man geht davon aus, dass im Alter 80% des letzten Nettoeinkommens reichen um den Lebensstandard auch im Ruhestand auf dem gewohnten Level halten zu können. Damit Dein Einkommen im Alter auch Deinem Bedarf entspricht, solltest Du schon heute Maßnahmen ergreifen, die Deine Zukunft finanziell absichern.

 

Das Rentenziel bei fairr.de
Bei fairr.de wirst Du den Begriff Rentenziel oft finden, denn den benutzen wir viel lieber als Rentenlücke. Wir glauben, dass es wichtiger ist, dass Du Dir selbst aktiv ein Ziel setzt, auf das Du hinsparen kannst. Also die Geldsumme, die Du im Alter zur Verfügung haben willst. Mit Rentenziel meinen wir also Dein selbstgewähltes (oder online automatisch) gesetztes Rentenziel  Vorsorge-Cockpit von fairr.de.

Warum Du im Alter vermutlich weniger Ausgaben hast

Wieviel Geld Du im Alter wirklich brauchst, ist von vielen individuellen Faktoren abhängig, deswegen spricht man auch vom sogenannten Bedarf­seinkommen im Alter. Generell lässt sich sagen, dass Rentner nicht die gleichen Ausgaben haben, die sie zu Zeiten der Berufstätigkeit hatten. So entfallen zum Beispiel Fahrtkosten zur Arbeit oder Ausgaben für die Kindererziehung-/Betreuung.

Bedarfseinkommen
Wir bei fairr.de glauben, dass die heutigen und zukünftigen Generationen von Rentnern weitaus mehr als die angenommenen 80% benötigen, um ein aktives Leben zu führen. Wer heute alt ist, der ist häufig noch gesundheitlich fit und kann seine Träume verwirklichen. Auf Reisen gehen, viel Zeit mit den Enkeln verbringen oder Ehrenämter ausführen und sich sozial engagieren. Deswegen gehen wir im Vorsorge-Cockpit von einem Bedarf im Alter von 100% des letzten Netto-Einkommens aus (=Rentenziel). Schließlich ist es immer besser, zu viel als zu wenig zu haben.

Wieviel gesetzliche Rente kann ich im Alter erwarten?

Wenn Du schon über fünf Jahre sozialversicherungspflichtiges Einkommen bezogen hast und über 27 Jahre alt bist, dann hast Du von der gesetzlichen Rentenversicherung bereits Deinen ersten Rentenbescheid nach Hause geschickt bekommen. In dem Schreiben wird Dir aufgezeigt, mit wieviel gesetzlicher Rente Du zu rechnen hast, wenn Dein Einkommen bis zum Renteneintritt gleich bleibt. Da sich letzteres aber stetig ändern kann (z.B. durch Erziehungszeiten, Teilzeit oder Arbeitslosigkeit), solltest Du die Prognose Deiner gesetzlichen Rente nur als Richtwert sehen. Im Alter solltest du daher auf verschiedene Einkommensquellen setzen. Denn selbst die gesetzliche Rentenversicherung weist in ihren Schreiben daraufhin, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um Dich im Alter vollkommen abzusichern.

Wie berechne ich die Rentenlücke?

Um herauszufinden, wie hoch Deine Rentenlücke vermeintlich sein wird, zeigen wir Dir an einem Beispiel wie Du Deine Rentenlücke berechnest. Mach Dir keine Sorgen: Die Formel, mit der Du Deine Rentenlücke ermittelst, ist ganz einfach.

Luis ist 33 Jahre alt, Angestellter und verdient 50.000€ brutto im Jahr. Daraus ergibt sich ein aktuelles monatliches Nettoeinkommen von 2.500€. Dieser Wert ist also sein Rentenziel (die Summe, die er auch im Alter beziehen möchte). Aus der gesetzlichen Rente kann Luis mit bis dato 1.300€ netto rechnen. Er zahlt jeden Monat noch 140€ in seine betriebliche Altersvorsorge, die fairrbav Direktversicherung, ein und kann daraus eine monatliche Zusatzrente von 330€ netto erwarten. Weiterhin hat er eine Riester-Rente, den fairriester, abgeschossen und zahlt monatlich noch einmal 200€ ein und kann so bei guter Rendite eine monatliche Rentenauszahlung von 510€ netto erwarten. Mit den zu erwartenden Rentenzahlungen im Alter ergibt sich aktuell eine Rentenlücke von 360 €.

Das ist Luis‘ Netto-Berechnung:

Rentenziel: 2.500€
Gesetzliche Rente -1.300
Betriebliche Altersvorsorge -330€
Riester-Fondssparplan -510€
Rentenlücke: 360€

Obwohl Luis schon gut fürs Alter vorsorgt, gibt es immer noch eine Rentenlücke, der er schließen sollte. Was kann er tun?

  • Er könnte seine monatlichen Beiträge zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge erhöhen, um später höhere Renten­zahlungen zu erhalten. Für die fairr.de-Produkte kann Luis das direkt online berechnen (fairriester-Rechner und fairrbav-Rechner).
  • Er kann weitere Formen der privaten Altersvorsorge durchführen, z.B. eine Rürup-Rente oder Investition in Immobilien oder Aktien. Auch so könnte Luis seine Rentenlücke schließen.
Deine Rentenlücke kannst Du jetzt auch im Vorsorge-Cockpit von fairr.de berechnen lassen. Einfach einloggen oder kostenlos registrieren!


Darum wird die Rentenlücke in Zukunft noch größer

Die gesetzliche Rente wird in der Zukunft immer kleiner werden. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: der demografische Wandel in Deutschland. In den kommenden Jahren werden immer mehr Menschen in Rente gehen, gleichzeitig wird aber die Gruppe der arbeitenden Bevölkerung immer kleiner. Kurz gesagt: Immer weniger Arbeitnehmer müssen für die Rente von immer mehr Rentnern aufkommen. Mehr Details dazu kannst Du in unserem Artikel zur Altersvorsorge lesen.

Rentenniveau
Der Begriff Rentenniveau beschreibt den Zusammenhang zwischen der Höhe der Standardrente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines Durchschnittsverdienstes) und dem tatsächlichen Entgelt eines Durchschnittsverdieners.

 

Das Rentenniveau in Deutschland sinkt kontinuierlich; im Jahr 2018 liegt das Rentenniveau bei circa 48%. Die Politik versucht dies zu halten. In den Koalitions­verträgen der Großen Koalition verspricht die neue Bundesregierung eine Sicherung dieses Wertes bis zum Jahr 2025. Ab dann wird die Generation der sogenannten „Babyboomer“ (die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1969) in Rente gehen. Welche Rentenreform es danach geben wird, ist völlig offen; eine Rentenerhöhung wird es aber sicher nicht mehr geben. Für die jüngere Generation wird es immer wichtiger selber Maßnahmen zu ergreifen, um die eigene Zukunft finanziell zu sichern und so der Altersarmut zu entgehen.

Wie kann ich meine Rentenlücke schließen?

Um Deine Rentenlücke auszugleichen, eignen sich besonders gut die betriebliche und private Altersvorsorge. Mit den staatlich geförderten Produkten wie Riester-Verträgen und der Rürup-Rente profitierst Du von Zulagen und kannst auch noch Steuern sparen. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel eine private Rentenversicherung oder eine Kapital-Lebensversicherung.


Häufige Fragen

  1. Kann ich früher in Rente gehen?
    Es gibt Wege früher in Rente zu gehen. Zum Beispiel wenn Du finanziell ausreichend vorgesorgt hast, oder Dir Dein Arbeitgeber die Frührente oder Altersteilzeit ermöglicht. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Rente mit 63.
  2. Wie kann ich meine Rentenlücke ermitteln?
    Deine Rentenlücke kannst Du ganz einfach selbst berechnen, indem Du deine Einnahmen im Alter von Deinem letzten Nettoeinkommen im Berufsleben abziehst. Das Ergebnis daraus ist Deine Rentenlücke.
  3. Wie kann ich meine Rentenlücke ausgleichen?
    Besonders sinnvoll ist die Investition in Angebote der Privaten Altersvorsorge um deine Rentenlücke zu schließen.
  4. Was bedeutet Versorgungslücke?
    Der Begriff Versorgungslücke bedeutet im Kern das gleiche wie Rentenlücke. Die Formel zur Berechnung der Versorgungslücke ist also die gleiche wie bei der Rentenlücke.
  5. Wie kann ich mich noch weiter absichern?
    Es kann sinnvoll sein schon während des Berufslebens Versicherungen abzuschließen, die Deine Einnahmen sichern, wenn unerwartete Probleme auftreten. Dazu können die Haft­pflicht­versicherung, die Berufsu­nfähigkeits­versicherung, die Risiko­lebens­versicherung oder auch eine Unfall­versicherung gehören. Wir empfehlen Dir aber immer ganz genau auf die Kosten und Verträge der jeweiligen Produkte zu achten.

Über fairr.de
Mit fairr.de kann jeder seine Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen. Das kostenlose Vorsorge-Cockpit bietet eine individuelle Rentenprognose – komplett digital und flexibel.
Dazu bietet fairr.de Lösungen für die private und betriebliche Altersvorsorge. Optimale Geldanlage wird dabei mit staatlicher Förderung verknüpft: wissenschaftlich fundiert und mit guten Renditechancen.