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Rürup-Rente: Einmalzahlung zum Jahresende, um den vollen Steuervorteil auszunutzen?

Willst du dir kurz vor Jahresende noch einen Steuervorteil verschaffen? Oder allgemein eine höhere Summe investieren, die du angespart hast? Per Einmalzahlung funktioniert’s.
Lesedauer 6 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 22.12.2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Definition:

    Einmalzahlung bedeutet: Du gibst dem Versicherer Bescheid, dass du einmalig (also nicht wiederkehrend) Summe X investieren möchtest. Dann zieht der Versicherer die entsprechende Summe von deinem Konto ein. Oft kannst du das auch selbst online in die Wege leiten.

  • Steuer:

    Im Jahr 2022 erkennt das Finanzamt 94 % deiner Investitionen in die Rürup-Rente steuermindernd an – bis zu 25.639 EUR. Ob du die Summe einmalig oder in einem anderen Zyklus eingezahlt hast, ist dem Finanzamt egal. 

  • Mindestsummen:

    Weil manche Versicherer Mindestsummen sowie bestimmte Fristen für Einmalzahlungen voraussetzen, ist es sinnvoll, vorher die Konditionen des Anbieters zu checken.

  • Betrag:

    Zahle trotz Steuervorteil nur das ein, was du entbehren kannst. Du kannst dir das Geld aus der Rürup-Rente nicht einfach wieder auszahlen lassen. 

Du liest gerade:

Mit einer Rürup-Rente oder Basisrente sind enorme Steuervorteile drin. 2022 erkennt das Finanzamt Einzahlungen bis zu 25.639 EUR und davon 94 % an. Dabei ist es unerheblich, ob du die Summe monatlich oder in einer oder mehreren Einmalzahlungen investiert hast. Was es mit der Einmalzahlung auf sich hat und wie der Steuervorteil funktioniert, erklären wir dir auf dieser Seite. Außerdem erfährst du mehr zum ETF Rürup von Raisin Pension als konkrete Möglichkeit zur Altersvorsorge. Hierbei kannst du an der Wertentwicklung der weltweiten Kapitalmärkte teilhaben und gleichzeitig bis zu 25.639 EUR pro Jahr von deinen Investitionen steuerlich geltend machen.

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Steuerberatung dar. Bei Fragen zur Versteuerung deiner Rürup-Rente wende dich an deinen Steuerberater oder deine Steuerberaterin.

Hinweis: Falls du das Wort Einmalzahlung im Sinne einer „Sofortrente“ gemeint hast: Das funktioniert bei der Rürup-Rente leider nicht. Stattdessen wird bei der Rürup-Rente anhand des angesparten Geldes eine monatliche Rente definiert, die du dann bis zum Lebensende erhältst. Eine Einmalzahlung bzw. Sofortrente gibt es dagegen bei der Riester-Rente: Sie beträgt bis zu 30 % des vorhandenen Kapitals sofort um Rentenbeginn.

Steuer am Jahresende ausnutzen

Es ist der siebte Dezember und das Jahr neigt sich dem Ende zu. In einer Atmosphäre aus Weihnachtsliedern und dem Duft von warmem Kakao hast du am Esstisch Platz genommen.

Du möchtest deine Unterlagen durchgehen: Welche Steuervorteile hast du dir für die nächste Steuererklärung schon gesichert? Und was könntest du vor Jahresende noch fix machen, um dir weitere Vorteile zu sichern und dem Finanzamt „eins auszuwischen“?

Pendlerpauschale für deine Fahrten ins Büro… Hast du. Handwerkerkosten… Hast du auch. Aber dir reicht das noch nicht. Du willst dir mehr vom Finanzamt zurückholen.

Dann stößt du auf den Teil mit der Altersvorsorge. Und auf die Rürup-Rente. Und du erfährst, dass du auch heute am siebten Dezember noch eine Basisrente abschließen und eine hohe Einmalzahlung leisten könntest, um im Frühjahr deine Steuerrückzahlung zu erhöhen.

Du schaust auf deine Einnahmen aus dem laufenden Jahr und denkst dir: „Das mach ich.“

Deutschland im Steuersparfieber: Abschlüsse für Basisrenten gehen zum Jahresende steil bergauf

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So wie dir geht es an diesem siebten Dezember auch vielen anderen Deutschen. Steuern zu sparen ist beinahe ein deutscher Volkssport. Und weil das mit der Rürup-Rente und der Einmalzahlung so wunderbar funktioniert, gehen die Vertragsabschlüsse immer zum Jahresende stark nach oben.

Das sehen wir uns näher an:

Steuervorteil ausreizen: Wie schaffst du das?

2021 könntest du insgesamt bis zu 25.639 EUR investieren und das Finanzamt würde davon 94 % anerkennen. Insofern rechnet dir die Behörde bis zu 24.100 EUR auf die Einkommensteuer an.

Voraussetzung ist, dass du nicht in die gesetzliche Rente einzahlst. Wenn du das tust, zählt die Summe für die Basisrente und die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) zusammen. Ausschlaggebend ist auch hier der Gesamtbetrag bis zu 25.639 EUR. Für Ehepaare sind es bis zu 51.278 EUR.

Sehr wahrscheinlich zahlst auch du in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Wie hoch sind deine Abgaben? Es ist sinnvoll, das zu prüfen, bevor du zur Einmalzahlung in deine Rürup-Rente ansetzt und vielleicht „zu viel“ investierst.

Nur noch die Differenz investieren

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Wenn du das geprüft hast, ist es folgerichtig, nur noch den Differenzbetrag in die Basisrente zu investieren, der nach den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung übrig bleibt. Du tust damit eine Menge für deine Rente und zahlst nicht mehr ein, als das Finanzamt anerkennen würde.

Natürlich kannst du auch weit mehr in deine Basisrente investieren – den Steuervorteil gäbe es trotzdem nur für den Anteil insgesamt 25.639 EUR, davon kannst Du 94 % im Jahr absetzen.

Beispiel:

Du verdienst 48.000 EUR im Jahr (brutto). Davon fallen 18,6 % für die Rentenversicherung an. 25.639 Euro kannst du steuerlich geltend machen.

Rechnung:

25.639 - (48.000*18,6%) = 16.711 Euro

Die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung betragen in diesem Fall 8.928 EUR. Um den maximalen Steuervorteil für das Jahr 2022 auszunutzen, könntest du also noch die Differenz zu den 25.639 Euro investieren. Das wären 16.711 EUR.

Und wenn ich auch monatlich einzahle?

Wenn du beispielsweise ohnehin 150 EUR pro Monat in die Rürup-Rente einzahlst, sind das 1.800 EUR im Jahr. Sinnvollerweise ziehst du auch diese Summe vom maximalen Steuervorteil ab.

Einmalzahlung durchführen: Dem Versicherer Bescheid geben oder selbst durchführen

Tatsächlich brauchst du dich für eine Einmalzahlung nur an deinen Anbieter zu wenden. Bei moderneren Rürup-Verträgen mit Online-Verwaltung kannst du die Einmalzahlung oft auch direkt anstoßen.

Neben der höchstmöglichen Summe ist es sinnvoll, zu prüfen, inwiefern der Versicherer Mindestsummen oder Fristen zum Jahresende voraussetzt. Manche Versicherer nehmen Einmalzahlungen beispielsweise erst ab 3.000 EUR an. Oder nur bis Mitte Dezember, um sie bis Jahresende noch bearbeiten zu können.

Steuerlich ist es nicht erheblich, wann du deine Einmalzahlung geleistet hast. Wesentlich ist, dass der Versicherer sie noch im selben Jahr offiziell angenommen hat und dir eine entsprechende Steuerbescheinigung ausgeben kann.

Der Steuerabzug von bis 25.787 EUR ist für jedes Steuerjahr während der Ansparphase ausreizbar. Egal ob als Angestellte oder Selbstständige: Wer am Jahresende Geld übrig hat und vorsorgen will, kann mit einem Rürup-Vertrag auf ETF-Basis Jahr für Jahr mit Einmalzahlungen Steuern sparen.


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