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Riester-Zulage: Diese Zulagen bekommst du bei erfüllten Voraussetzungen dazu

Hier erfährst du alles rund um die Zulagen bei der Riester-Rente (Grundzulage, Kinderzulage) sowie zu den Voraussetzungen, um beide zu erhalten.
Lesedauer 6 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 01.02.2022
Das Wichtigste in Kürze
  • Grundzulage:

    Alle, die aktiv riestern und die Voraussetzungen (siehe unten) erfüllen, erhalten eine jährliche Grundzulage von 175 EUR.

  • Kinderzulage:

    Falls du ein Kind oder mehrere hast, erhältst du für jedes Kind eine Kinderzulage, solange das Kind kindergeldberechtigt bist. Wurde das Kind vor dem 01.01.2008 geboren, zahlt man dir 185 EUR pro Jahr aus. Wurde es am oder nach dem 01.01.2008 geboren, sind es 300 EUR.

  • Berufsstarterbonus:

    Wenn du deinen Riester-Vertrag abschließt, bevor du 25 Jahre alt bist, gibt es noch einmalig 200 EUR als Berufsstarterzulage.

  • Voraussetzung für die Zulagen:

    Du hast 4 % deines Bruttoeinkommens im Vorjahr oder den Höchstbetrag von 2.100 EUR abzüglich der Zulagen investiert. Außerdem erwartet der Staat, dass du gesetzlich rentenversichert bist – ob pflichtversichert oder freiwillig gesetzlich versichert spielt keine Rolle.

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Jedes Jahr 175 EUR Grundzulage und bis zu 300 EUR für jedes Kind, solange du Kindergeld bekommst. Diese staatlichen Zulagen sind einer der Gründe, warum viele Millionen Deutsche riestern (neben den Steuervorteilen). Doch um die Zulagen zu erhalten, muss man bestimmte Bedingungen erfüllen. Auf dieser Seite erklären wir dir alles, was du dazu wissen musst. Und wenn du genug von Zulagen-Rechnerei hast und einfach vorsorgen und dir hohe Steuervorteile von bis zu 25.639 EUR im Jahr sichern möchtest, sieh dir statt Riester den ETF Rürup von Raisin Pension an:

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Steuerberatung dar. Bei Fragen zur Versteuerung deiner Riester-Rente wende dich an deinen Steuerberater oder deine Steuerberaterin.

Hinweis vorab:

Seit 2022 gilt für neu abgeschlossene Riester-Verträge nur noch ein Garantiezins von 0,25 % im Jahr. An den typischen Vertragskosten verändert sich jedoch nichts. Das bedeutet: Die Verträge erzielen immer weniger Gewinne bei gleichbleibenden Kosten und werden dadurch unwirtschaftlich. Dies sollten Riester-Interessierte in ihre Überlegungen einfließen lassen. Eine denkbare Alternative zu Riester: die Rürup-Rente auf Basis von ETF.

  1. „Ich habe es nicht so dicke, kann nicht so viel investieren. Da kommt es mir wunderbar gelegen, dass der Staat mich bei meiner Altersvorsorge unterstützt.“
  2. „Immerzu möchte der Staat nur Geld von einem haben – in Form von Steuern. Bei der Riester-Rente bekommt man endlich mal etwas zurück.“

Die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente sind langfristig eine attraktive Sache. Je mehr Jahre dir noch bis zur Rente bleiben, desto mehr Geld kannst du seitens des Staates einsammeln. 

Noch dazu ergeben sich Steuervorteile dadurch, dass du bis zu 2.100 EUR im Jahr in der Steuererklärung geltend machen kannst. Absetzbar ist aber nur die Summe, die nach Abzug der erhaltenen Zulagen übrig bleibt. Ferner hast du zum Rentenbeginn die Option, dir bis zu 30 % des vorhandenen Geldes sofort auszahlen zu lassen. Den Rest erhältst du als monatliche Rente bis ans Lebensende.

Aber: Du erhältst die Zulagen nur, wenn du in den Riester-Vertrag mindestens 4 % deines Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen im Vorjahr investierst – oder den Höchstbetrag von 2.100 EUR. Außerdem musst du gesetzlich rentenversichert sein. Das vertiefen wir nachfolgend, ebenso wie die Höhen der Zulagen.

Zulagen im Überblick

Wie viel Zulage erhalte ich pro Jahr?

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Stell dir vor, du erfüllst alle Voraussetzungen und hast vor kurzem zwei Kinder bekommen. Das bedeutet, du kannst neben der Grundzulage mit einer zweifachen Kinderzulage rechnen. Das wären also 775 EUR pro Jahr. 

Rechnung: 175 EUR Grundzulage + 300 EUR für Kind 1 + 300 EUR für Kind 2. 

Die Grundzulage bekommst du nur einmal. Die Kinderzulage erhältst du tatsächlich für jedes Kind einzeln, bis der Kindergeldanspruch erlischt.

Übrigens: Wenn ein Ehepartner das Haushaltseinkommen fast alleine erzielt,  riestert und die volle Förderung erhält, braucht der oder die andere nur 60 EUR im Jahr zu investieren, um die Förderung ebenfalls zu erhalten. Dadurch können nicht-förderberechtigte oder Ehepartner mit keinem oder nur geringem Einkommen, z.B. Hausmänner oder Hausfrauen, auch in den Genuss der Riester-Vorteile kommen. Außerdem dürfen steuerlich zusammen veranlagte Ehepartner in der Steuererklärung die doppelte Summe angeben – also 4.200 EUR statt 2.100 EUR.

Wie viel Zulage erhalte ich insgesamt?

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Stell dir nun weiter vor, du bist heute 30 Jahre alt und schließt deine Riester-Rente ab. Du gehst mit 67 Jahren in Rente. Dementsprechend hast du noch 37 Jahre vor dir. Deine Sprösslinge werden eine Ausbildung machen und danach studieren. Das braucht Zeit und so nehmen wir an, dass du die nächsten 25 Jahre kindergeldberechtigt bist.

Daraus ergeben sich bis zu deiner Rente Zulagen in Höhe von 21.475 EUR. 

Rechnung: ( 175 EUR Grundzulage x 37 J. ) + ( 600 EUR Kinderzulage x 25 J. ).

Es gibt inzwischen auch Riester-Renten mit Fondssparplan. Bei solchen Verträgen kannst du zusätzlich zu Steuervorteilen und Zulagen vom Staat an der Wertentwicklung der Finanzmärkte teilhaben. Entwickeln sich die Märkte positiv, dann kann sich das ebenso positiv auf deine spätere monatliche Rente auswirken. Beachte jedoch, dass ein Fondssparplan den Risiken ständiger Kursschwankungen und Verluste unterliegt und dass die zukünftige Wertentwicklung eines Kurses nicht vorhersehbar ist.

Voraussetzungen für die Zulagen

So funktioniert das mit den 4 % oder 2.100 EUR

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Merke dir folgende Regeln: 

  • Wenn du letztes Jahr weniger als 52.500 EUR brutto verdient hast, nimmst du davon 4 %. Das ist dann deine „Pflichtinvestition“ in Riester, um Anspruch auf die Förderung zu haben.
  • Wenn du letztes Jahr mehr als 52.500 EUR verdient hast, nimmst du pauschal 2.100 EUR als „Pflichtinvestition“.
  • Die 4 % oder 2.100 EUR verstehen sich immer inklusive der Zulagen, die du erwartest. Du darfst sie also entsprechend abziehen (siehe Beispiel unten).
  • Beim Einkommen des letzten Jahres zählen sämtliche Einkommensquellen.

Möglicher Rechenweg also: 

  1. Du hast letztes Jahr 36.000 EUR verdient und hast ein kürzlich geborenes, somit minderjähriges Kind. 
  2. Weil du weniger als 52.500 EUR verdient hast, wendest du die 4 %-Regel an. 4 % von 36.000 EUR sind 1.440 EUR.
  3. Von diesen 1.440 EUR ziehst du dann 175 EUR Grundzulage und 300 EUR Kinderzulage für das Kind ab. Also insgesamt 475 EUR.
  4. Das macht 965 EUR Eigenanteil, also 80,41 EUR monatliche Investition.

Bei der Riester-Rente kann man Investitionen bis zu 2.100 EUR inklusive Zulagen steuerlich geltend machen. Da in diesem Beispiel nur 1.440 EUR inklusive Zulagen in die Riester-Rente fließen, könntest du aus freien Stücken auch mehr investieren, um den vollen Steuervorteil auszunutzen. Ein noch umfangreicherer Steuervorteil ist bei der Rürup-Rente ausnutzbar. Dort kann man – sofern investiert – jährlich bis zu 25.639 EUR steuerlich geltend machen. Falls du gesetzlich rentenversichert bist, zählen die dortigen Einzahlungen aber mit in die bis zu 25.639 EUR hinein. Beachte bei all dem, dass dieser Text lediglich der Information dient und keine Steuerberatung darstellt.


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