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Riester-Bausparvertrag in der Steuererklärung: Wie mache ich ihn steuerlich geltend?

Anders als bei normalen Bausparverträgen kannst du deinen Riester-Bausparvertrag von der Steuer absetzen. Auf dieser Seite erklären wir dir, wie das geht.
Lesedauer 5 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 01.02.2022
Das Wichtigste in Kürze
  • Definition:

    Ein Riester-Bausparvertrag ist ein normaler Bausparvertrag, der mit der staatlichen Riester-Förderung verbunden ist. Du vereinbarst grundsätzlich eine Bausparsumme, sparst über 7-8 Jahre staatlich gefördert einen Teil der Summe an und nimmst dann ein niedrig verzinstes Darlehen über die verbleibende Restsumme auf.

  • Zulagen:

    Bei erfüllten Voraussetzungen unterstützt dich der Staat mit 175 EUR im Jahr. Wenn du Kinder hast, sind es bis zu 300 EUR pro Kind on top. Schließt du den Bausparvertrag mit unter 25 Jahren ab, kannst du dich ferner über einmalig 200 EUR Berufsstarterbonus freuen.

  • Bausumme:

    Denk dran, dass der Riester-Bausparvertrag nur einen Teil der Bausumme abdeckt. Du wirst trotzdem noch einen gewöhnlichen Immobilienkredit brauchen, um den Bau deines Traumhauses zu finanzieren.

  • Absetzbar:

    Du darfst bis zu 2.100 EUR im Jahr steuerlich geltend machen. In der Steuererklärung läuft das über einen extrahierten Vordruck namens Anlage AV. Der Vordruck ist etwas komplexer auszufüllen, weshalb die Hilfe eines Steuerberaters sinnvoll sein kann.

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Bekanntermaßen kannst du bei der normalen Riester-Rente bis zu 2.100 EUR im Jahr steuerlich geltend machen – inklusive der erhaltenen Zulagen. Funktioniert das auch bei einem Riester-Bausparvertrag, also der Vorstufe zum „Wohn-Riester“? Ja, das funktioniert. Allerdings sind Riester-Bausparverträge durch hohe Kosten und kaum Gewinne in vielen Fällen unwirtschaftlich. Rürup-Verträge mit Fondssparplan können für viele Vorsorge die bessere Alternative sein. Beim ETF Rürup von Raisin Pension kannst du bei fairen Gebühren von der Wertentwicklung der weltweiten Kapitalmärkte teilhaben und bis zu 25.639 EUR steuerlich geltend machen.

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Steuerberatung dar. Bei Fragen zur Versteuerung deiner Riester-Rente wende dich an deinen Steuerberater oder deine Steuerberaterin.

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Im Gedanken existiert deine Traum-Immobilie bereits. Jetzt wartest du nur noch auf den ersten Spatenstich. Und dafür brauchst du noch mehr Eigenkapital.  

Um Eigenkapital aufzubauen, greifen viele Deutsche zu einem Bausparvertrag. Und obwohl solche Verträge schon seit Jahren kontrovers sind, weil sie kaum Gewinne bringen: Bausparvarianten mit staatlicher Riester-Förderung sind zum Teil eine Ausnahme. Es kommt dabei stark auf die Bausparkasse und vor allem auf die Kostenstruktur des Vertrags an. 

Bausparen und Riestern in einem: 

Das bedeutet, dass du bei entsprechenden Mindesteigenbeiträgen und gesetzlich rentenversichert mindestens 175 EUR Grundzulage vom Staat bekommst und mit Kindern sogar noch mehr. Es bedeutet aber auch, dass du den Vertrag steuerlich geltend machen kannst, was normalerweise nicht möglich wäre. 

Wie funktioniert das?

Funktionsweise des Riester-Bausparens

  1. Du schließt den Bausparvertrag mit Riester-Förderung für 7-8 Jahre ab. Dabei vereinbarst du eine Bausparsumme und einen festen Zins für das Darlehen nach Laufzeitende. Durch den Vertrag sicherst du dir also günstige Zinskonditionen, auch, wenn sich das Zinsniveau der EZB in der Zwischenzeit ändern und Kredite wieder teurer werden sollten. 
  2. Innerhalb der Laufzeit sparst du mit deinen Investitionen, den Zulagen sowie den möglichen Zinsen und Kapitalerträgen etwa 30-50 % der Bausparsumme an.
  3. Dein Vertrag ist dann „zuteilungsreif“ – das bedeutet, dass du den Kredit zum vereinbarten Zins aufnehmen darfst. Er umfasst die Differenz zwischen deinem angesparten Eigenkapital und der vereinbarten Bausparsumme.
  4. In dem Moment wandelt sich dein Riester-Bausparvertrag in einen Wohn-Riester um. Du erhältst auch weiterhin die Zulagen und darfst auch weiterhin deine Investitionen / Kreditraten steuerlich geltend machen.
  5. Wie es im deutschen Steuersystem so ist, darf man auf der einen Seite was geltend machen, muss auf der anderen aber was zahlen. Teil des Wohn-Riesters ist somit auch das sogenannte Wohnförderkonto. Darauf werden deine Investitionen und erhaltenen Zulagen vermerkt. Im Alter musst du das auf dem Wohnförderkonto vorhandene Guthaben versteuern. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel zum Wohn-Riester.

Hinweis: Ein Riester-Bausparvertrag ist indirekt an eine spätere Immobilie gekoppelt. Wenn sich deine Pläne ändern und keine Immobilie mehr gewünscht ist, könntest du dir das Geld nur förderschädlich auszahlen lassen. Das bedeutet, dass du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen musst – es ist also mit Verlusten verbunden.

Bausparen und steuerlich geltend machen – ab wann darf ich meinen Vertrag in der Steuererklärung angeben?

Du darfst deinen Vertrag schon ab dem ersten Jahr in der Steuererklärung angeben. Beachte aber, dass du den Steuervorteil nur dann in Anspruch nehmen darfst, wenn du auch die Zulagen erhalten hast. 

Ohne Förderung auf der einen Seite gibt es keinen Steuervorteil auf der anderen. 

Um die Förderung zu erhalten, musst du gesetzlich rentenversichert sein. Außerdem musst du inklusive der Zulagen mindestens 4 % deines Bruttoeinkommens im Vorjahr investieren – oder maximal 2.100 EUR, wenn du letztes Jahr mehr als 52.500 EUR nach Hause gebracht hast.

Bausparverträge generieren kaum Erträge, dafür aber hohe Kosten: Unter Umständen und bei guten Konditionen könnte ein günstiger Altersvorsorge-Vertrag mit chanchenreicherer Anlage wie der ETF-Rürup von Raisin Pension besser sein. Dort hast du zwar keinen Bausparvertrag, kannst aber bis zu 25.639 EUR im Jahr steuerlich geltend machen und an der Wertentwicklung der Finanzmärkte teilhaben. Interessierte müssen beachten, dass dabei Risiken bestehen und dass die Kurse ständig schwanken.


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