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Riester-Rechner: Mindesteinzahlung + Höhe der späteren Auszahlungen berechnen

Du möchtest deinen Mindesteigenbeitrag oder die Höhe deiner späteren Auszahlung / monatlichen Rente berechnen? Mehr dazu findest du auf dieser Seite.
Lesedauer 6 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 22.12.2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Mindesteinzahlung:

    Um die staatlichen Zulagen zu erhalten, musst du rentenversichert sein, aber ebenso bestimmte Mindesteinzahlungen leisten. Rechner helfen dabei, die erforderliche Mindesteinzahlung zu ermitteln.

  • Auszahlungshöhe:

    Viele Menschen wollen wissen, was sie denn später herausbekommen, wenn sie heute eine Riester-Rente abschließen. Leider lässt sich das aus diversen Gründen aber erst kurz vor der Rente klar sagen. Ergebnisse aus dem Rechner sind meist rein prognostisch zu verstehen. Ein “Vielleicht-Wert” sozusagen.

  • Steuervorteil:

    Um den effektiven Steuervorteil durch die Riester-Rente zu berechnen, wendest du dich am besten an eine Steuer-Fachperson. Wir können dir zwar erklären, wie sich der Steuervorteil allgemein errechnet – aber wie er sich auf deine Einkommensteuer sowie auf etwaige Rückzahlungen auswirkt, können wir dir nicht sagen. Auch Rechner können das in der Regel nicht.

Du liest gerade:

Wie rechne ich aus, wie viel ich in meine Riester-Rente einzahlen muss? Ganz einfach: Du nimmst 4 % von dem, was du letztes Jahr brutto verdient hast. Alternativ nimmst du 2.100 EUR, wenn es letztes Jahr mehr als 52.500 EUR Bruttoeinkommen waren. Davon ziehst du die Zulagen ab, die du in diesem Jahr erhalten wirst. Was dabei herauskommt, ist die Summe, die du in deine Riester-Rente einzahlen musst, damit du zulagenberechtigt bist. Keine Lust, dir die Riester-Rente schönzurechnen? Dann schau dir mal den ETF Rürup von Raisin Pension an. Steuerlich geförderte Rürup-Rente + ETFs, mit denen du an der Wertentwicklung der internationalen Kapitalmärkte teilhaben kannst: 

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Steuerberatung dar. Bei Fragen zur Versteuerung deiner Riester-Rente wende dich an deinen Steuerberater oder deine Steuerberaterin.

Mindesteinzahlung berechnen

Um herauszufinden, wie viel du in deine laufende Riester-Rente oder in einen Neuvertrag mindestens investieren müsstest, um zulagenberechtigt zu sein, brauchst du keinen Rechner.

Die Berechnung ist einfach.

Du brauchst:

  1. Dein Brutto-Gesamteinkommen aus dem letzten Jahr und
  2. die Summe der staatlichen Zulagen in diesem Jahr (Grundzulage, Kinderzulage(n), gegebenenfalls auch Berufsstarterbonus…)

So gehst du in drei Schritten vor:

  1. Nimm dir das Bruttoeinkommen aus dem letzten Jahr und berechne davon 4 %. Beispiel: Du hast insgesamt 40.000 EUR brutto verdient – davon 4 % sind dann 1.600 EUR (Taschenrechner: 40.000 x 0,04). Wenn du mehr als 52.500 EUR brutto verdient hast, rechnest du nicht 4 % davon aus, sondern nimmst pauschal 2.100 EUR. Denn das ist die Höchstsumme, um zulagenberechtigt zu sein.
  2. Ziehe nun von den 4 % oder von den 2.100 EUR die Summe deiner in diesem Jahr erwartbaren Zulagen ab. 
    Beispiel: Du hast ein Kind und erhältst somit 300 EUR Kinderzulage sowie die Grundzulage von 175 EUR. Das sind 475 EUR. Für jedes vor dem 01.01.2008 geborene Kind gibt es 185 EUR Kinderzulage pro Jahr. Für jedes ab dem 01.01.2008 geborene Kind gibt es 300 EUR Kinderzulage pro Jahr. Die Grundzulage von 175 EUR gibt es immer – sofern du eben die 4-%- oder 2.100-EUR-Voraussetzung erfüllst und gesetzlich rentenversichert bist. Mehr Informationen zur Riester-Förderung – also zu den Zulagen selbst – liest du auf der Seite zu den Zulagen bei Riester nach.
  3. Diese Summe (in der Fachsprache auch „Mindesteigenbeitrag“ genannt) musst du selbst mindestens investieren, um die Zulagen zu erhalten. Beispiel: 1.600 EUR minus 475 EUR = 1.125 EUR. In diesem Beispiel müsstest du dieses Jahr also 1.125 EUR in deine Riester-Rente einzahlen – das entspricht 93,75 EUR monatlich.

Hintergrund:

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In der Mindestsumme von 4 % oder 2.100 EUR sind die erhaltenen Zulagen immer mit drin. Deshalb ziehst du sie ab, um „nicht mehr zu investieren, als du eigentlich musst“. Grundsätzlich kannst du einzahlen, so viel du möchtest. Wenn es weniger als der Mindesteigenbeitrag ist, erhältst du nicht die vollen Zulagen, sondern anteilig weniger. Wenn du mehr als den Mindesteigenbeitrag investierst, erhältst du die Zulagen in voller Höhe und kannst steuerlich mehr geltend machen. Bei 2.100 EUR inklusive der Förderung ist aber Schluss. Mehr erkennt das Finanzamt nicht an.

Rürup-Vertrag als Alternative zu Riester?

Im direkten Vergleich mit Riester lohnt sich immer auch ein Blick auf dieRürup-Rente, die du ebenso abschließen könntest. Dort kannst du bis zu 25.787 EUR pro Jahr steuerlich geltend machen, sofern investiert. Wenn du gesetzlich rentenversichert (GRV) bist, dann zählen die Beiträge zur GRV da mit hinein. Das Finanzamt erkennt einen erheblichen Teil der bis zu 25.787 EUR an – 2021 sind das 92 %, ab 2025 dann 100 %.

Ungleiches Einkommen? Selbstständige oder nicht rentenversicherungspflichtige Ehepartner können trotzdem die Riester-Förderung erhalten:

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In vielen Haushalten sind die Einkommen ungleich verteilt. Der Staat möchte sicherstellen, dass auch Menschen mit niedrigem oder gar keinem Einkommen die Riester-Förderung erhalten können.

Auch Selbstständige oder nicht rentenversicherungspflichtige Menschen sind mittelbar über den oder die Ehepartnerin förderberechtigt, wenn der oder die Ehepartnerin riestert und unmittelbar förderberechtigt ist.

In diesem Fall muss der Ehepartner mit niedrigem oder gar keinem Einkommen nur einen Sockelbetrag von 60 EUR pro Jahr zahlen, um die Grundzulage von 175 EUR zu erhalten.

Höhe der späteren Auszahlung / Rente berechnen

Mit einem Riester-Rechner aus dem Netz kannst du herausfinden, wie viel Kapital du auf Basis 

  1. deiner Investitionen,
  2. etwaiger Zulagen und
  3. der erwarteten Rendite aus den enthaltenen ETFs

bis zum Rentenbeginn sparen kannst. Aus diesem Kapital setzt sich dann die monatliche Riester-Rente bis ans Lebensende zusammen. Beachte dabei, dass die ETFs mit Risiken und ständig schwankenden Kursen einhergehen. Beachte außerdem, dass niemand die Wertentwicklung der Finanzmärkte vorhersehen kann. Historische Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Aus diesem Grund und auch, weil sich die Zulagen-Situation durch geborene Kinder und verschiedene Kindergeldansprüche ändern kann,stellt sich erst kurz vor Rentenbeginn heraus, wie hoch deine Riester-Rente sein wird

Die monatliche Auszahlung kann ferner kleiner ausfallen, wenn du dich dazu entscheidest, dir 30 % des Kapitals sofort auszahlen zu lassen. 


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