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Riester-Förderung: Staatliche Zulagen bei der Riester-Rente

Verdienst du auch nicht so viel? Du kannst trotzdem riestern und dir Förderung erhalten. Hier erfährst du, was du dafür beachten musst.
Lesedauer 6 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 22.12.2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Altersvorsorge:

    Die Riester-Rente ist eine von verschiedenen Möglichkeiten der staatlich geförderten Altersvorsorge.

  • Förderung:

    Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, bekommst du jedes Jahr 175 EUR vom Staat dazu („Grundzulage“). Wenn du Kinder mit bestehendem Anspruch auf Kindergeld hast, kommen weitere bis zu 300 EUR pro Kind obendrauf („Kinderzulage“). Mehr dazu auf der Seite zu den Riester-Zulagen.

  • Voraussetzungen:

    Du investierst mindestens 4 % deines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr abzüglich der Zulagen. Hast du letztes Jahr beispielsweise 40.000 EUR verdient, erwartet der Staat, dass du dieses Jahr 1.600 EUR abzüglich der erwartbaren Grundzulage von 175 EUR in deine Riester-Rente investierst. Eine weitere Voraussetzung ist, dass du gesetzlich rentenversichert bist.

  • Selbstständige:

    Selbstständige und nicht rentenversicherungspflichtige Menschen mit niedrigem oder gar keinem Einkommen können mittelbar über den Ehepartner förderberechtigt werden.

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Riestern und staatliche Zulagen erhalten: Sofern du einen Mindesteigenbeitrag in deine Riester-Rente investierst und gesetzlich rentenversichert bist, profitierst du von der Riester-Förderung. „Förderung“ bedeutet, dass der Staat dir jedes Jahr mindestens 175 EUR sponsert und aufs Riester-Konto legt. Wenn du Kinder hast, kommen weitere bis zu 300 EUR pro Kind dazu. Mehr dazu erfährst du auf dieser Seite. Wenn du generell eine Alternative zu Riester suchst, schau dir mal die Rürup-Rente mit ETFs an; genauer den ETF Rürup von Raisin Pension. Dabei kannst du an der Wertentwicklung der internationalen Kapitalmärkte teilhaben und jedes Jahr bis zu 25.787 EUR steuerlich geltend machen.

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Hinweis: Die Marke fairr gehört zur Raisin Pension GmbH, eine Tochter der Raisin DS GmbH, in Deutschland bekannt unter WeltSparen.

Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Steuerberatung dar. Bei Fragen zur Versteuerung deiner Riester-Rente wende dich an deinen Steuerberater oder deine Steuerberaterin.

„Ich habe ein niedriges Einkommen – selbst, wenn ich Altersvorsorge mache, sind meine Investitionen doch ein Tropfen auf den heißen Stein. Dann kann ich das Geld auch für Shopping ausgeben.“ 

Wir verstehen, dass Altersvorsorge bei einem geringen Einkommen eine weitere monatliche “Belastung” ist und du das Geld lieber für mehr Lebensqualität ausgeben möchtest. Doch mit einer privaten Altersvorsorge verringerst du das Risiko, später an Altersarmut zu leiden.

Mit der Riester-Rente und der Riester-Förderung macht der Bund die Altersvorsorge seit 2002 auch für Menschen stemmbar, die nicht viel Geld übrig haben. 

Risiko Altersarmut: Geringverdienende besonders bedroht

Gerade Geringverdienende werden im Rentenalter die volle Wucht des sinkenden Rentenniveaus zu spüren bekommen. Das Rentensystem baut darauf auf, dass man arbeitet und Rentenpunkte sammelt

  1. Für jedes Jahr, in dem du das statistische Durchschnittseinkommen aller GRV-Versicherten verdienst, bekommst du einen Rentenpunkt. 
  2. Wer bis zum Rentenbeginn 45 Punkte sammeln konnte, darf sich über die „Standardrente“ freuen – diese entspricht dem dann geltenden Rentenniveau. Momentan reden wir von etwa 45 % des letzten Bruttogehalts. 

Man könnte sagen, das System sei unfair. Doch das System selbst ist nicht das Problem, sondern “nur” das sehr hohe statistische Durchschnittseinkommen. Wer sich pro Arbeitsjahr einen Rentenpunkt verdienen möchte, muss jeden Monat rund 3.461 EUR brutto nach Hause bringen. (Und nun sieh mal auf deine letzte Gehaltsabrechnung.)

Die meisten Deutschen verdienen weitaus weniger als diese Summe. Der hohe Durchschnitt kommt dadurch zustande, dass ein kleinerer Teil an Gutverdienenden diesen hochzieht. Die traurige Wahrheit: Selbst, wenn man 45 Jahre hart arbeitet, schafft man es als Person mit unterdurchschnittlichen Einkommen nicht auf 45 Punkte. Und so ist die spätere Rente dannnochgeringer als ohnehin schon. 

Damit steigt das Risiko der Altersarmut. Aus diesem Grund ist die private Altersvorsorge für Geringverdienende so wichtig wie für niemanden sonst. So klein deine Beiträge auch sein mögen: Sie können etwas bewirken. Gerade bei der Riester-Rente mit der zusätzlichen Förderung durch den Staat. 

Wobei man auch betonen muss: Riester ist durch das Zinstief in sehr vielen Fällen unwirtschaftlich geworden. Auf der einen Seite werden kaum noch Zinsen erzielt, auf der anderen werden hohe Abschlusskosten und laufende Gebühren aufgerufen. Wer riestert, zahlt bei ungünstigen Konditionen drauf. Das sollten alle Interessierten im Hinterkopf behalten. 

Riester-Förderung gibt es nur mit Investitionen in Höhe von 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens

Beispiel:

Wir nehmen an, dass du zwei junge Kinder hast und die Grundzulage erhältst. Dann sprechen wir über eine Förderung von 775 EUR im Jahr. Um die Förderung zu bekommen, musst du mindestens 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens investieren. 

Nehmen wir als Beispiel an, dass du letztes Jahr 25.000 EUR verdient hast. Wenn du dieses Jahr inklusive der Zulagen 4 % davon in die Riester-Rente investieren sollst, sind das 1.000 EUR. 

Wie gesagt: Inklusive der Zulagen. Du ziehst also die erwartbaren 775 EUR von den 1.000 EUR ab. So kommst du auf einen „Mindesteigenbeitrag“ von nur 225 EUR im Jahr oder 18,75 EUR im Monat. Natürlich kannst du auch mehr als 18,75 EUR im Monat investieren, sofern du es dir leisten könntest.

Beispiel ohne Kinder:

Wenn du keine Kinder hast, würdest du nur 175 EUR von 1.000 EUR abziehen und es blieben 825 EUR im Jahr / 68,75 EUR im Monat übrig. Das zeigt, welchen Unterschied die Kinderzulage machen kann.

Achtung: Durch die Riester-Beitragsgarantie erhältst du im Rentenalter mindestens deine Einzahlungen und die Zulagen als Rente zurück. Doch was sich wie ein Vorteil anhört, kann sich nachteilig auswirken. Denn durch diese Garantie schränken Riester-Anbieter die Fondsauswahl ein und investieren das Kapital in sichere Anlageklassen, die kaum noch Rendite abwerfen. 

Eine alternative Altersvorsorge ohne Beitragsgarantie, dafür mit freier Fondsauswahl und einer Aktienquote bis zu 100 % bietet derzeit nur der ETF Rürup von Raisin Pension an. Informiere dich hier über die Funktionsweise und die Steuervorteile. 


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